Coole Kindheitsspiele für Draußen wieder entdecken - welche Klassiker dabei sein müssen erfahrt ihr bei MENSCHENSKINDER! Foto: iStock / Ridofranz
Coole Kindheitsspiele für Draußen wieder entdecken - welche Klassiker dabei sein müssen erfahrt ihr bei MENSCHENSKINDER! Foto: iStock / Ridofranz
 

Gummitwist und Teddybär

Spiele-Klassiker für draußen
8. Juni 2022, Nicole Vergin

„Mama, was hast du eigentlich gemacht, als du noch Kind warst?“ Diese Frage meiner Teenager-Tochter hat mich neulich echt ins Grübeln gebracht. Gelesen habe ich viel, vor allem als Jugendliche. Aber in den Jahren davor war ich nach den Hausaufgaben im Sommer fast immer draußen – mit den Kindern aus der Nachbarschaft und meiner besten Freundin aus unserem Haus. Das war noch zu der Zeit, als man einfach bei seinen Freunden klingelte und sie „rausholte“, ganz ohne sich vorher zu verabreden. Folgende Spiele fanden wir damals super. (Und nachher schaue ich mal, ob ich irgendwo noch ein Gummiband habe; dann zeige ich meinen Kindern mal den absoluten Klassiker.)

Gummitwist – fast überall möglich

Gummitwist ist ein Bewegungsspiel, für das man nur ein langes Stück Gummiband (manche sagen auch Gummilitze) zusammenknoten muss. Zwei Mitspieler stellen sich gegenüber in das Gummiband und dehnen es mit ihren Füßen. Das geht auch mit zwei Stühlen, zwischen die man das Gummi spannt. Der Springer oder die Springerin macht jetzt verschiedene „Moves“, etwa eine Reihe vom Einer bis zum Zehner. Wie das genau geht, wird in diesem Youtube-Video gezeigt oder kann in dieser Spielanleitung nachgelesen werden. 

Wer möchte, kann das Gummiband auch weiter nach oben schieben und die Sprünge in dieser höheren Schwierigkeitsstufe probieren (von Knie bis Hüfte).

Seilchen springen

Auch dieses Spiel kennen viele Menschen über 50 aus ihrer eigenen Kindheit: Seilchen springen. Auch das können Kinder alleine spielen – oder im Wettbewerb mit anderen. Es genügt ein einfaches Springsein oder zur Not auch ein Stück Wäscheleine. Erst ein bisschen üben, dann loshüpfen und unterschiedliche Sprünge ausprobieren: mit Zwischensprung oder ohne, langsam oder schnell. Viele Kinder haben Spaß daran und werden mit der Zeit immer besser.

„Teddybär, dreh dich um“

Seilchen springen macht auch Spaß, wenn zwei Kinder ein langes Seil gemeinsam drehen und ein drittes Kind in der Mitte springt. Dabei gibt es verschiedene Abzählreime mit Bewegungen, zum Beispiel diesen hier:

Teddybär, Teddybär, dreh dich um,
Teddybär, Teddybär, mach dich krumm,
Teddybär, Teddybär, bau ein Haus 
Teddybär, Teddybär, du bist raus.

Weitere Abzählreime zum Seilchenspringen zeigen Luisa und ihre Mutter in diesem Youtube-Video.

Wasserbomben werfen

Ein Spiel für heißte Tage: Zwei Kinder stehen sich gegenüber und werfen sich Luftballons zu, die mit Wasser prall gefüllt sind. Wenn das gut klappt, gehen sie immer ein Stückchen weiter auseinander, bis – platsch – die Wasserbombe auf den Boden fällt. Kann gut sein, dass jemand nass wird … Kann aber auch sein, dass gerade das der Spaß an der Sache ist. Eine Variante: die Wasserbombe in einen Eimer werfen und den immer weiter wegstellen.

Räuber und Gendarm

Ein Klassiker für eine Gruppe älterer Kinder (ca. ab 8 Jahren): Zuerst losen die Mitspieler aus, wer Räuber und wer Gendarm ist. Außerdem legen sie fest, wo das Spielfeld endet. Dann bekommen die Räuber bekommen einige Minuten Vorsprung, rennen weg und verstecken sich. Die Gendarme halten sich in der Zeit die Augen zu und beginnen nach Ablauf der Vorsprung-Zeit mit der Suche. Sobald sie ein Mitglied der Räuberbande entdeckt haben, beginnt die Verfolgungsjagd. Wenn sie alle Räuber festgenommen und ins Gefängnis gebracht haben, wechseln die Gruppen.

Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?

Eine Gruppe von Kindern malt mit Kreide eine Start- und eine Ziellinie auf den Boden (oder markiert sie mit Kleidungsstücken o. ä.). Ein Kind ist der Fischer und stellt sich hinter die Ziellinie. Die anderen warten ihm gegenüber hinter der Startlinie und rufen: „Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?“ Der Fischer denkt sich eine Zahl aus („100 Meter“ oder „4 Millimeter“). Die anderen Kinder fragen: „Wie kommen wir da rüber?“ Der Fischer nennt ihnen eine Bewegungsart: laufen, hüpfen, krabbeln, fliegen, … Alle (auch der Fischer) starten nun auf die jeweils gegenüberliegende Seite – und der Fischer muss möglichst viele Kinder fangen. Wenn er alle erwischt hat, beginnt eine neue Runde.